John Lennon

John Lennon bei den Proben zum Titel Give Peace a Chance, 1969

John Winston Lennon (später John Winston Ono Lennon, MBE; * 9. Oktober 1940 in Liverpool; † 8. Dezember 1980 in New York) war ein britischer Musiker, Komponist, Autor und Friedensaktivist. Weltweit berühmt wurde er als Mitgründer, Sänger und Gitarrist der britischen Rockband The Beatles, für die er – neben Paul McCartney – die meisten Stücke schrieb. Die Komponistenpartnerschaft Lennon/McCartney ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten in der Geschichte der Popmusik.

In der Auflösungsphase der Beatles veranstaltete Lennon gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Yoko Ono ab Ende der 1960er Jahre mehrere öffentlichkeitswirksame Happenings (vgl. Fluxus) für den Weltfrieden und wandte sich künstlerisch neuen Gebieten zu. Nach der Trennung der Beatles startete Lennon eine erfolgreiche Solokarriere mit Alben wie John Lennon/Plastic Ono Band (1970) und Imagine (1971).

Lennon wurde 1980 vom geistig verwirrten Attentäter Mark David Chapman in New York erschossen.

    Leben

    Kindheit und Jugend

    Frühe Jahre

    Haus von Tante „Mimi“ in der
    251 Menlove Avenue

    John Winston Lennon wurde am 9. Oktober 1940 in Liverpool geboren. Seine Eltern waren der Handelsmatrose Alfred Lennon (1912–1976) und dessen Ehefrau Julia (geb. Stanley; 1914–1958). In der Zeit des Zweiten Weltkriegs geboren, erhielt er als zweiten Vornamen den Namen „Winston“, nach dem damaligen britischen Premierminister Winston Churchill. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte John Lennon hauptsächlich bei seiner Mutter und deren Familie in Liverpool, da sein Vater zu dieser Zeit häufig zur See fuhr. Weil Julia Lennon 1945 ein Kind von einem anderen Mann bekam, trennten sich seine Eltern. Nach 1946 hatte er keinen Kontakt mehr zu seinem Vater bis zu seiner Zeit als Beatle.

    John Lennon lebte nun auf Dauer bei Julias Schwester Mary Smith (1906–1991), genannt „Mimi“, und deren Mann George (1903–1955) in Mendips im Liverpooler Vorort Woolton und hatte zunächst nur wenig Kontakt mit seiner Mutter. Bald zeigte sich sein musikalisches Talent, als er begann, Mundharmonika zu spielen, und Interesse an weiteren Musikinstrumenten entwickelte. Nach seinem Wechsel auf die Quarry Bank High School beeindruckte er seine Mitschüler durch Parodien, kleine Nonsens-Texte und Karikaturen seiner Lehrer. Seine schulischen Leistungen waren allerdings unterdurchschnittlich. Ab 1955 verbesserte sich der Kontakt John Lennons zu seiner Mutter wieder. Als Liebhaberin der frühen Popmusik brachte Julia ihm das Banjospielen bei und begeisterte ihn damit auch für die Musik von Buddy Holly und anderen Rock-’n’-Roll-Musikern. Julia Lennon kam 1958 bei einem Autounfall ums Leben – zu einem Zeitpunkt, als John Lennon eine intensivere Beziehung zu ihr aufgebaut hatte.

    The Quarrymen

    Hauptartikel: The Quarrymen

    Der aufkommende Rock ’n’ Roll hatte zunehmenden Einfluss auf den jungen John Lennon, und insbesondere das Auftauchen von Elvis Presley förderte seinen Wunsch, selbst Rock-’n’-Roll-Musiker zu werden.

    Ende 1956 gründete John Lennon (Gesang und Gitarre) mit seinem besten Freund Pete Shotton (Waschbrett) seine erste Band The Quarrymen, benannt nach der Schule, die sie besuchten. Die Band begann als Skiffle-Gruppe, spielte aber auch Rock-’n’-Roll-Klassiker von Buddy Holly, Little Richard und Gene Vincent. Am 6. Juli 1957 brachte Ivan Vaughan, der gelegentlich bei den Quarrymen ausgeholfen hatte, seinen Schulfreund Paul McCartney mit zu einem Auftritt. Lennon war von dessen Fähigkeiten so beeindruckt, dass er ihn in die Gruppe aufnahm. Im selben Jahr begann John Lennon an der Liverpooler Kunsthochschule zu studieren. Allerdings widmete er sich auch in dieser Zeit vermehrt seiner Musik und traf sich regelmäßig mit dem jüngeren McCartney, der in der Nähe das Liverpool Institute besuchte. In dieser Zeit entstanden erste Kompositionen der später berühmten Partnerschaft Lennon/McCartney, die sich regelmäßig im Wohnzimmer der McCartney-Familie in der 20 Forthlin Road trafen. Nach McCartney (Gesang und Gitarre) schloss sich im Februar 1958 dessen Schulfreund George Harrison (Gesang und Gitarre) der Gruppe an. Im November 1959 konnte Lennon seinen Freund Stuart Sutcliffe, mit dem er die Kunstschule besuchte, überreden, das Geld, das dieser mit dem Verkauf eines Gemäldes verdient hatte, in eine Höfner-President-Bassgitarre zu investieren. Mit Sutcliffe kam Lennon auf die Idee, die Gruppe zunächst „Beatals“, später „The Beatles“ zu nennen. Anfang 1960 wurde Sutcliffe Bassist der Gruppe, obwohl er noch nie ein Instrument gespielt hatte. Der Schlagzeuger Pete Best komplettierte die Ur-Beatles im selben Jahr.

    The Beatles

    Hauptartikel: The Beatles
    Statue von John Lennon vor dem Liverpooler Cavern Club

    Aufstieg

    Von 1960 bis 1962 hatten die Beatles mehrere Engagements in Hamburg, im Indra, Kaiserkeller, Top Ten Club und im legendären Star Club. Lennon behauptete später, in Hamburg und nicht in Liverpool erwachsen geworden zu sein. Lennon agierte meist als Bandleader und verstand es, das deutsche Publikum mit kleineren komischen Einlagen zu unterhalten. Als Sutcliffe 1960 beschloss, bei seiner Verlobten Astrid Kirchherr in Hamburg zu bleiben, übernahm McCartney die Bassgitarre. Nach der Rückkehr nach Liverpool wuchs die Popularität der Gruppe. Ab 1961 hatten die Beatles zahlreiche Auftritte im legendären Cavern Club.

    Im April kehrten die Beatles nach Hamburg zurück. Dort begleiteten sie im Juni den britischen Musiker Tony Sheridan bei der Aufnahme seines Albums My Bonnie. Zwei Stücke durften die Beatles während dieser Session aufnehmen. Die von Lennon gesungene Coverversion Ain’t She Sweet und das von Harrison und Lennon komponierte Instrumentalstück Cry for a Shadow.

    Im Dezember wurde Brian Epstein Manager der Beatles. Es gelang ihm, den Beatles ein Studiovorspiel vor dem Musikproduzenten George Martin zu ermöglichen. Während seines dritten Aufenthalts in Hamburg (1962) erreichte Lennon die Nachricht vom plötzlichen Tod seines Freundes Stuart Sutcliffe. Trotz des einschneidenden Trauerfalls verlief auch der dritte Aufenthalt in Hamburg sehr erfolgreich, und die Beatles erhielten im Sommer ihren ersten Plattenvertrag bei Parlophone, einer Tochterfirma der EMI.

    Auf Druck von George Martin ersetzte Ringo Starr den bisherigen Schlagzeuger Pete Best – die Beatles hatten ihre endgültige Besetzung gefunden.

    Im selben Jahr wurde Cynthia Powell, Lennons Freundin seit der Kunstakademie, von ihm schwanger. Beide heirateten am 23. August 1962. Brian Epstein war Trauzeuge. Am 8. April 1963 wurde Lennons erster Sohn Julian geboren.

    Beatlemania

    John Lennon, 1964

    Als erste Single der Beatles wurde im September 1962 die Lennon/McCartney-Komposition Love Me Do veröffentlicht. Bereits die zweite Single Please Please Me, hauptsächlich von Lennon geschrieben, erreichte Spitzenplätze in der britischen Hitparade. Das gleichnamige Album aus dem Jahr 1963 war ebenso erfolgreich.

    Mit I Want to Hold Your Hand (Januar 1964) gelang es den Beatles, auch die USA musikalisch zu „erobern“. Am 7. Februar 1964 reisten sie erstmals in die USA und wurden in New York überschwänglich empfangen.

    Nach dem Erfolg des Spielfilms A Hard Day’s Night und dem gleichnamigen Soundtrack im Sommer 1964 widmete sich Lennon zunehmend den Texten seiner Stücke. Angeregt von Bob Dylan, versuchte er, sich als ernsthafter Songwriter zu etablieren. So finden sich auf dem Album Beatles for Sale (Dezember 1964) vermehrt auch nachdenklichere Stücke Lennons, wie I’m a Loser oder No Reply.

    Auch künstlerisch entwickelten sich die Beatles weiter. Rubber Soul enthält herausragende Lennon-Stücke wie Norwegian Wood (This Bird Has Flown), Nowhere Man und Girl. Das Stück In My Life wurde vom britischen Musikmagazin Mojo zum besten Song aller Zeiten gewählt. Lennons Kontakt mit der psychedelischen Droge LSD schlug sich in dem Nachfolge-Album Revolver (August 1966) nieder. Es enthält psychedelische Stücke wie Tomorrow Never Knows und gilt als eines der stärksten der Gruppe.

    Eine erneute Welttournee der Beatles begann im Juni 1966 mit drei Konzerten in Deutschland. Auf den Philippinen wurde die Gruppe bei ihrer Abreise von der aufgebrachten Menge attackiert, da sie sich geweigert hatte, einer Einladung von Imelda Marcos zu folgen. In den USA sorgte ein Interview für Aufregung, das Lennon im März der britischen Journalistin Maureen Cleave für den Evening Standard gegeben hatte. Darin äußerte sich Lennon unter anderem zum Christentum:

    “Christianity will go. It will vanish and shrink. […] We’re more popular than Jesus now – I don’t know which will go first, rock and roll or Christianity.”

    „Das Christentum wird vergehen. Es wird verschwinden und eingehen. […] Wir sind heute beliebter als Jesus – ich weiß nicht, was zuerst verschwinden wird, der Rock ’n’ Roll oder das Christentum.“

    In Großbritannien fanden diese Äußerungen wenig Beachtung. Als das Interview allerdings vier Monate nach seinem Erscheinen in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde, löste die Aussage, die Beatles seien populärer als Jesus eine Welle der Entrüstung aus. Mehrere Radiosender boykottierten Beatles-Lieder, und es gab sogar organisierte Verbrennungen ihrer Schallplatten. Auf Anraten Brian Epsteins entschuldigte sich John Lennon ausführlich bei einer Pressekonferenz in Chicago. Dennoch wurden die Auftritte der Beatles von Aufmärschen des Ku-Klux-Klans überschattet, und Lennon fürchtete um sein Leben. Am 29. August gaben die Beatles ihr letztes Konzert in San Francisco und beschlossen, nicht mehr auf Tournee zu gehen.

    Erste eigene Projekte

    John Lennon hatte bereits seit seiner Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten verfasst. 1964 und 1965 wurden zwei Sammlungen skurriler Kurzgeschichten Lennons veröffentlicht, die auch von ihm illustriert wurden. Am 23. März 1964 erschien In His Own Write (deutscher Titel: In seiner eigenen Schreibe). Ein Jahr später folgte A Spaniard in the Works (deutscher Titel: Ein Spanier macht noch keinen Sommer).

    Im Jahr 1966 übernahm Lennon eine Nebenrolle in dem Antikriegsfilm Wie ich den Krieg gewann von Richard Lester. Diese Rolle gab Lennon die Möglichkeit, sein Aussehen zu verändern und den „Beatles-Look“ abzulegen. Die Pilzkopffrisur wurde gestutzt und der seit seiner Kindheit kurzsichtige Lennon begann, in der Öffentlichkeit eine Brille zu tragen. Seine Wahl fiel auf eine Nickelbrille mit runden Gläsern.

    Musikalischer Höhepunkt mit den Beatles

    Nach dem Ende der Tourneen widmeten sich die Beatles gänzlich der Arbeit im Studio. Lennon komponierte das Stück Strawberry Fields Forever, das im Februar 1967 mit McCartneys Penny Lane als Single veröffentlicht wurde. Mit seinem nachdenklichen Text, den aufwändigen Studioeffekten und der komplexen musikalischen Umsetzung gilt das Stück als Meisterwerk Lennons und markiert den Weg der Beatles vom Pop zur Kunst. Zum Erfolg des Konzeptalbums Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band trug Lennon maßgeblich mit Stücken wie Lucy in the Sky with Diamonds und A Day in the Life bei. Für die erste weltweit ausgestrahlte Fernsehsendung Our World schrieb Lennon All You Need Is Love, die „Hymne des Summer of Love“ 1967.

    Der plötzliche Tod Brian Epsteins am 27. August 1967 traf Lennon nach dem Tode seiner Mutter und Stuart Sutcliffs erneut schwer. Die Gruppe entschloss sich dennoch weiterzumachen. Es folgte eine Reise mit den anderen Beatles nach Indien, um bei dem Guru Maharishi Mahesh Yogi zu meditieren. Dort schrieb Lennon zahlreiche neue Stücke, die am 22. November 1968 auf dem neuen Album der Beatles mit dem schlichten Titel The Beatles, auf Grund seiner Covergestaltung auch als White Album (‚Weißes Album‘) bekannt, veröffentlicht wurden.

    John und Yoko

    Am 18. Oktober 1968 wurden John Lennon und die japanische Avantgarde-Künstlerin Yoko Ono, die er 1966 kennengelernt hatte, wegen des Besitzes von Marihuana verhaftet, was erheblichen Pressewirbel verursachte. Am 8. November 1968 wurde die Scheidung von John und Cynthia Lennon vollzogen.

    Am 29. November 1968 veröffentlichte Lennon mit Yoko Ono das Album Unfinished Music No.1: Two Virgins. Das erste gemeinsame Werk des Paars erregte viel Aufsehen, allerdings weniger wegen der avantgardistischen Klangcollagen, sondern auf Grund des Covers – es zeigte Lennon und Ono nackt. 30.000 Exemplare wurden am 3. Januar 1969 auf dem Newark Liberty International Airport von der Polizei beschlagnahmt, weitere 22.000 folgten am 25. Januar im Union County. Weiterhin wurde stellenweise der Verkauf verboten, Händler wurden bedroht und Plattenläden geschlossen, wie zum Beispiel in Chicago.

    Onos künstlerischer Einfluss schlug sich auch auf das Weiße Album der Beatles nieder. So findet sich dort die experimentelle Klangcollage Revolution 9. Mit Revolution 1 nahm Lennon auch politisch Stellung und bezog sich auf die Pariser Maiunruhen. Im Mai 1969 erschien das zweite Album des Paars Lennon und Ono unter dem Titel Unfinished Music No. 2: Life with the Lions.

    John Lennon und Yoko Ono in Amsterdam, 1969

    Am 20. März 1969 heirateten John Lennon und Yoko Ono in Gibraltar. Am 31. März 1969 beendete das Paar in der Apollobuurt in Amsterdam sein einwöchiges „Bed-In“. Lennon und Ono hatten ab dem 26. März täglich im Hilton-Hotel vom Bett aus Interviews gegeben, um ein sichtbares Zeichen für den Frieden zu setzen. Später äußerte sich Lennon dazu wie folgt: „Als wir heirateten, wussten wir, dass unsere Flitterwochen sowieso öffentlich sein würden, also beschlossen wir, sie zu nutzen. Unser Leben ist unsere Kunst. Das war das Bed-In. Wir saßen im Bett und redeten mit den Reportern. Es war urkomisch. Im Endeffekt machten wir einen Werbespot für den Frieden […]“. Eine weitere Woche folgte in Montreal, während das dritte Bed-In an einer fehlenden Einreisegenehmigung für die Bahamas scheiterte. Im Rahmen ihrer Friedenskampagne gaben Lennon und Ono in Wien auch ein Interview in einem Sack und nannten die Aktion „Bagism“. Das Lied The Ballad of John and Yoko handelt von den Ereignissen der Flitterwochen.

    Neue Wege und das Ende der Beatles

    Aufnahme von Give Peace A Chance mit John Lennon und Yoko Ono, im Vordergrund Timothy Leary
    Poster der Friedenskampagne aus dem Jahr 1969

    Das Paar gründete 1969 die Plastic Ono Band, deren erste Single – das während des Bed-Ins in Montreal aufgenommene Give Peace a Chance – es im Juli des Jahres weltweit unter die Top 20 der Hitparaden schaffte. Im November folgte die Single Cold Turkey (deutsch: Kalter Entzug), die sich allerdings vergleichsweise schlecht verkaufte. Cold Turkey beschreibt die Leiden während eines Heroinentzugs. Lennon war mehrere Jahre von der Droge abhängig. Das Fallen von Cold Turkey in den Charts gab Lennon als zusätzlichen Grund dafür an, den Orden Member of the British Empire zurückzugeben, den er 1965 mit den anderen Beatles erhalten hatte. Der Hauptgrund, den er in der schriftlichen Begründung anführte, war die Beteiligung Großbritanniens an den beiden Kriegen in Biafra und Vietnam.

    Im Dezember 1969 organisierten Lennon und Ono die Plakat- und Posterkampagne War Is Over, um für den Frieden zu werben. Die Plakate waren in mehreren Großstädten weltweit zu sehen, unter anderem in New York, Los Angeles, Toronto, Tokio, Rom und Berlin. Die Aufschrift lautete: „WAR IS OVER! IF YOU WANT IT Happy Christmas from John & Yoko”.

    Im Zuge dieser Projekte mit Yoko Ono entfernte sich Lennon immer mehr von den Beatles. Das Projekt eines Dokumentarfilms über die Beatles unter dem Titel Get Back war geprägt von zunehmenden Konflikten innerhalb der Gruppe und wurde erst 1970 unter dem Titel Let It Be veröffentlicht. Das letzte gemeinsame Projekt der Beatles war ihr Album Abbey Road, das im September 1969 auf den Markt kam. Lennon kritisierte das Album später oft in Interviews. Trotzdem wurde es eines der erfolgreichsten der Gruppe.

    Solokarriere

    Plastic Ono Band und Imagine

    Am 10. April 1970 verkündete Paul McCartney die offizielle Auflösung der Beatles und kam damit Lennon zuvor, der diese für sich selbst beanspruchte. Ab Anfang 1970 hörte Lennon von der „Urschrei“-Therapie, die der amerikanische Psychologe Arthur Janov entwickelt hatte. Lennon und Ono luden Janov auf ihr Anwesen Tittenhurst Park nach Ascot ein und unterzogen sich der Behandlung.

    Die Folge war Lennons erstes Soloalbum John Lennon/Plastic Ono Band, auf dem Lennon sehr offen seine persönlichen Gefühle beschreibt. Produziert wurde es von ihm selbst, Yoko Ono und dem amerikanischen Musikproduzenten Phil Spector, der bereits im Januar Lennons Single Instant Karma! produziert hatte.

    Sein zweites Album Imagine nahm Lennon mit alten Weggefährten wie George Harrison und Klaus Voormann im Mai 1971 auf. Es war kommerziell sehr erfolgreich und erreichte weltweit Spitzenpositionen in den Charts. Das gleichnamige Titelstück gilt als bekanntestes Solostück Lennons überhaupt. 2012 wurde Imagine als einer der Songs bei der Abschlussfeier der Olympischen Sommerspiele in London mit einem nie zuvor gezeigten Video gespielt.

    Umzug nach New York

    Im August 1971 verließen John Lennon und Yoko Ono Großbritannien und zogen nach New York. Im Dezember veröffentlichten die beiden die Single Happy Xmas (War Is Over). Das Album Some Time in New York City war gefüllt mit politischen Protestliedern. Lennon und Ono thematisierten dort den Aufstand in der Attica Correctional Facility, den Nordirlandkonflikt und den Dichter und Anarchisten John Sinclair, der 1969 in den USA wegen des Besitzes von zwei Marihuana-Zigaretten zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war. Für Sinclair hatten Lennon und Ono bereits am 10. Dezember 1971 an einem Benefizkonzert teilgenommen. Mit der Singleauskopplung Woman Is the Nigger of the World protestierte Lennon gegen die Rolle der Frau in der damaligen Gesellschaft und thematisierte feministische Denkweisen. Außerdem enthält das Album einen Live-Mitschnitt eines Konzerts Lennons mit Frank Zappa.

    John Lennons Apartment im Dakota-Gebäude in New York

    Am 30. August 1972 traten Lennon und Ono auf dem One to One-Benefizkonzert im Madison Square Garden zugunsten von Kindern mit Behinderungen auf. Ein Mitschnitt des Konzerts erschien 1986 postum als John Lennon: Live in New York City. Der Auftritt war das letzte große Konzert Lennons.

    Im April 1973 bezogen er und Ono ein luxuriöses Appartement im Dakota Building in der 72. Straße in New York.

    Am 1. April riefen Lennon und Ono den fiktiven Staat „NUTOPIA“ aus, ein Land, das weder Grenzen noch Pässe kenne. Die Nationalhymne „NUTOPIAs“ bestand aus drei Sekunden Stille und wurde auf dem Album Mind Games im November veröffentlicht. Das Album wurde erstmals von Lennon selbst produziert.

    Lost Weekend

    Im Oktober 1973 ließ Lennon sich wegen Eheproblemen auf eine zeitweilige Trennung von Ono ein. Gemeinsam mit seiner Privatsekretärin May Pang siedelte Lennon für 15 Monate nach Los Angeles über. Diese Zeit war geprägt von selbstzerstörerischen Alkoholexzessen und wurde später als „Lost Weekend“ (deutsch: „Verlorenes Wochenende“) bekannt. Lennon begann gemeinsam mit Phil Spector mit der Arbeit an einem neuen Album. Die Arbeit am Album stagnierte allerdings aufgrund mangelnden Engagements der Beteiligten. Schließlich eskalierte die Situation, als Spector im Studio seinen Revolver abfeuerte.

    Im März 1974 kam es zur einzigen bekannten musikalischen Zusammenarbeit mit Paul McCartney nach der Trennung der Beatles. McCartney, der mit seiner Ehefrau Linda kurzzeitig Los Angeles besuchte, wurde von Lennon zu einer ganztägigen Jamsession eingeladen, der unter anderen auch Stevie Wonder beiwohnte. Bei den Aufnahmen sang Lennon die Hauptstimme und spielte Gitarre. McCartney sang die Nebenstimme und spielte Schlagzeug.

    In Los Angeles lernte Lennon den britischen Musiker Elton John kennen, der Lennon auf seinem nächsten Album Walls and Bridges (Oktober 1974) unterstützte. Die gemeinsame Singleauskopplung Whatever Gets You thru the Night wurde zu Lennons einzigem Nummer-eins-Hit zu dessen Lebzeiten. Aufgrund einer verlorenen Wette mit Elton John (Lennon glaubte nicht, dass dieses Stück die Spitze der Charts erreichen würde) trat er am 28. November als Überraschungsgast bei einem Konzert Johns im Madison Square Garden auf. Neben Whatever Gets You thru the Night spielten Lennon und John die Beatles-Stücke Lucy in the Sky with Diamonds und I Saw Her Standing There. Nach dem Auftritt trafen sich Lennon und Ono hinter der Bühne. Beide fanden wieder zusammen, und im Februar 1975 zog Lennon ins Dakota Building ein.

    Zu dieser Zeit, Anfang 1975, wirkte Lennon bei den Aufnahmen zu David Bowies Album Young Americans in den New Yorker Sigma Sound Studios mit, zu dem er Material beisteuerte, auf dem er Gitarre spielte und sang. Die Singleauskopplung Fame ist eine Zusammenarbeit der beiden und erreichte in den US-Charts den ersten Platz.

    Rückzug ins Privatleben und Comeback

    John Lennon und Yoko Ono 1980, porträtiert von Jack Mitchell

    Nach seiner Rückkehr zu Ono musste Lennon zunächst einige Werbetermine für sein neues Album Rock ’n’ Roll wahrnehmen. Das Album enthielt mehrere Coverversionen bekannter Stücke aus Lennons Jugendzeit.

    Am 9. Oktober 1975, Lennons 35. Geburtstag, wurden Lennon und Ono Eltern ihres gemeinsamen Sohnes Sean Taro Ono Lennon. Am selben Tag erhielt John nach vierjährigem Kampf gegen die US-Behörden die Greencard. Ono kümmerte sich fortan um die geschäftlichen Belange der Familie, während Lennon zu Hause blieb, um sich um seinen Sohn zu kümmern. Lennon distanzierte sich zunehmend von seiner Rolle als „Rockstar“ und stellte seinen Sohn in den Mittelpunkt seines Lebens.

    Kurz vor John Lennons Ermordung nahmen er und Ono ihre letzten gemeinsamen Alben Double Fantasy und Milk and Honey auf.

    Attentat und Tod

    Vor dem Eingang zum Dakota-Gebäude wurde Lennon 1980 ermordet

    Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon gegen 22:50 Uhr von dem geistig verwirrten Attentäter Mark David Chapman in New York vor dem Dakota Building erschossen. Als John Lennon wenige Stunden vor dem Mord das Dakota Building verließ, ließ sich Chapman eine Schallplatte von ihm signieren und wurde in diesem Moment von einem anderen Fan gemeinsam mit Lennon fotografiert. Chapman ist dadurch auf dem letzten Foto, das den Künstler lebend zeigt, mit diesem abgebildet.

    Lennons Ermordung löste eine Welle des Entsetzens aus. Noch in der Nacht des Mords versammelten sich mehrere tausend Menschen vor dem Dakota Building, um gemeinsam die Lieder Lennons zu singen. Zahlreiche Beileidsbekundungen trafen in den folgenden Tagen bei Yoko Ono ein. Lennons Musik erreichte weltweit Spitzenpositionen in den Charts. Das Album Double Fantasy stieg in den USA von Platz 11 auf Platz 1 und hielt sich dort acht Wochen, die Singleauskopplung (Just Like) Starting Over wurde zum Nummer-1-Hit. In Großbritannien erreichte Imagine aus dem Jahr 1971 postum erstmals die Spitze der Singlecharts.

    Chapman bekannte sich auf die Mordanklage hin als „schuldig“, dies gegen den Rat seines Anwalts und obwohl ihm sechs von neun psychiatrischen Gutachtern eine Psychose attestierten. Er wurde schließlich 1981 zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren bis lebenslänglich verurteilt. Yoko Ono hat seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre die Bewährungskommission aufgefordert, Chapman niemals zu entlassen, weil sie sich gefährdet fühle, der Täter kein normales Leben verdient habe und Gewalt wiederum Gewalt erzeuge (violence begets violence). Auch zuletzt im August 2014 wurde Chapmans mittlerweile achter Antrag auf Entlassung abgelehnt.

    Wirkung und Nachleben

    Postume Veröffentlichungen

    John Lennon auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost 1988
    Der nach Lennon benannte Flughafen in Liverpool
    Lennon-Statue in Havanna, Kuba
    John-Lennon-Mauer in Prag, August 1981

    Yoko Ono widmet sich seit dem Tode Lennons dem Erhalt und der Verbreitung seines künstlerischen Schaffens, indem sie stetig weiteres Material des Ex-Beatles veröffentlicht. 1984 erschien Milk and Honey, das bereits zu Lennons Lebzeiten als Pendant zu Double Fantasy geplant war. Es folgten 1986 das Livealbum Live in New York City und Menlove Ave., das Auszüge aus den Aufnahmesessions früherer Alben enthält.

    Im Jahr 1988 gab die Deutsche Bundespost eine John-Lennon-Briefmarke heraus.

    15 Jahre nach Lennons Tod löste die Beatles-Anthology ein erneutes Aufleben der Beatlemania aus. Dafür bearbeiteten die drei 1995 noch lebenden Beatles zwei Demoaufnahmen Lennons. 1995 erschien die Single Free as a Bird, im darauffolgenden Jahr Real Love. Das Besondere an diesen Singles war, dass Lennons Stimme von Tonbändern kam, die er Ende der 1970er Jahre in seiner Wohnung in New York aufgenommen hatte.

    Nach dem großen Erfolg der Beatles-Anthology erschien schließlich die John Lennon Anthology (1998), die ähnlich der der Beatles alternative Versionen bekannter Lennon-Stücke enthält.

    Im Jahr 2005 stellte Yoko Ono Amnesty International die Bearbeitungsrechte für alle Solotitel von John Lennon zur Verfügung. „Johns Musik war immer darauf angelegt, Veränderungen herbeizuführen, genauso ist es mit ‚Make Some Noise‘. Wenn wir für die Menschenrechte eintreten, können wir die Welt zum Besseren verändern“, so Ono.

    John Lennon war 2010 in Fernseh-Werbespots für einen neuen Kleinwagen des Automobilherstellers Citroën zu sehen, was vor allem bei Fans zu Kritik führte, da sie darin den Ausverkauf John Lennons sehen. Sean Lennon verteidigte Yoko Onos Entscheidung, das Material für die Werbung zur Verfügung zu stellen.

    Am 4. Juni 2014 wurden 89 Manuskripte und Zeichnungen John Lennons für insgesamt 2.899.000 Dollar verkauft. Das Auktionshaus Sotheby’s veröffentlichte ein Video der Kollektion auf ihrer Website.

    Ehrung und Huldigung

    Double Fantasy erhielt 1982 den Grammy als „Album des Jahres“. 1987 wurde Lennon in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Sieben Jahre später folgte die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. 2002 wurde John Lennon im Rahmen der Fernsehsendung 100 Greatest Britons von den Zuschauern der BBC unter die zehn bedeutendsten Briten gewählt. Er landete damit vor Ikonen wie Horatio Nelson und Oliver Cromwell. Das Musikmagazin Rolling Stone wählte Lennon im Jahr 2008 auf Platz fünf der „100 Greatest Singers of All Time“.Imagine erreichte Rang drei der "500 besten Songs aller Zeiten".

    40 Jahre nach Veröffentlichung des Weißen Albums der Beatles hat der Vatikan John Lennon am 22. November 2008 offiziell vergeben. Seine Äußerung „Die Beatles sind berühmter als Jesus Christus“ hatte einige Vertreter der katholischen Kirche im Erscheinungsjahr verärgert.

    Da John Lennon zu Lebzeiten beim akustischen Gitarrespiel oftmals Westerngitarren von Gibson bevorzugte, brachte dieser amerikanische Hersteller mehrmals Signature-Gitarren zu seinen Ehren heraus. Die beiden letzten veröffentlichten Modelle sind die 70th Anniversary John Lennon J-160E und die John Lennon J-160E Peace.

    Im Jahr 2014 wurde eine Vogelspinne (Bumba lennoni) nach Lennon benannt.

    Andenken

    Es gibt kein Grab John Lennons. Sein Leichnam wurde verbrannt und die Asche der Witwe übergeben. Der weitere Verbleib von Lennons sterblichen Überresten wurde nicht öffentlich bekanntgegeben.

    Im Jahr 1985 wurde ein Bereich im Central Park gegenüber dem Dakota Building nach einem von Lennons Liedern als Strawberry Fields benannt. Das runde Mosaik mit dem Schriftzug Imagine dient seitdem als Ort des Gedenkens an Lennon. 2002 wurde der Liverpooler Flughafen Speke in Liverpool John Lennon Airport umbenannt. Das Motto des Flughafens ist ein Zitat aus dem Lied Imagine: „Above Us Only Sky“. Heute gibt es weltweit zahlreiche Denkmäler zum Andenken Lennons (unter anderem in Liverpool, Havanna und Almería).

    Auch in Deutschland gibt es Gedenken an Lennon: Im Jahr 1994 wurde die ehemalige August-Bebel-Oberschule im Berliner Bezirk Mitte unter dem Motto „Beatle statt Bebel“ in John-Lennon-Gymnasium umbenannt. In Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) gibt es den John-Lennon-Platz und in Essen sowie in Steinheim an der Murr eine John-Lennon-Straße. Das erste John-Lennon-Denkmal in Deutschland wurde 2008 in Verden (Aller) enthüllt, exakt an der Stelle, wo er 1966 eine Szene in dem Film Wie ich den Krieg gewann gespielt hatte. Ein weiteres wurde 2012 in Liverpools Partnerstadt Köln errichtet.

    Auf der Insel Viðey in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavík wurde am 9. Oktober 2007 der von Yoko Ono gestiftete Imagine Peace Tower unter anderem im Beisein von Ringo Starr eingeweiht. Das Monument besteht im Wesentlichen aus 15 Scheinwerfern, die – gespeist aus geothermisch erzeugtem Strom – eine bis zu 4000 Meter hohe Lichtsäule erzeugen können. Im Sockel des Denkmals steht in 24 Sprachen „Imagine Peace“ geschrieben.

    Musikalisches Andenken

    Nach Lennons Tod folgte eine Vielzahl von Tribute-Songs: 1981 veröffentlichte Roxy Music die Single Jealous Guy, eine Coverversion des Lennon-Klassikers. Die Single erreichte in Großbritannien Platz 1. Im März 1982 veröffentlichte Lennons Freund Elton John das Stück Empty Garden (Hey Hey Johnny). Im selben Jahr erinnerte Paul McCartney mit Here Today an seinen ehemaligen musikalischen Partner. Dieses Stück ist wie eine imaginäre Unterhaltung der beiden Freunde zu verstehen. Gemeinsam mit Ringo Starr war McCartney auch an George Harrisons Tribute-Song All Those Years Ago beteiligt. Mit George Martin als Produzent kam es so 1981 zu einer kleinen Beatles-Reunion. Paul Simons The Late Great Johnny Ace beschäftigt sich ebenso mit der Ermordung Lennons wie das Stück Life Is Real von Queen.

    Im Juli 2005 startete in New York am Broadway das Musical Lennon. Es erzählt die Geschichte John Lennons anhand von Zitaten und Liedern des Ex-Beatles. Das Stück entstand in Zusammenarbeit mit Yoko Ono und enthält mit den Titeln India, India, I Don’t Want to Lose You und Cookin’ (in the Kitchen of Love) drei von Lennon unveröffentlichte Kompositionen. Das Musical, in dem die Lebensstationen John Lennons von drei verschiedenen Darstellern unterschiedlichen Alters dokumentiert werden, wurde bereits im Oktober 2005 wegen mangelnder Resonanz wieder vom Spielplan genommen.

    Zahlreiche weitere Musiker wie Bono von U2, Liam Gallagher von Oasis und Billie Joe Armstrong von Green Day zählen Lennon zu ihren Vorbildern. Auch Lennons Söhne Julian und Sean arbeiten bis heute als Musiker.

    Kritik

    Im Jahr 1968 wurde den Beatles von der Zeitschrift The Black Dwarf vorgeworfen, dass sie sich – im Gegensatz zu den Rolling Stones – an das Establishment verkauft hätten. Ein wiederentdecktes sechsstündiges Interview, das John Lennon seinerzeit einer Studentenzeitung gegeben hatte, zeigt, wie aufgebracht er auf diesen Vorwurf reagierte.

    Diverse Biografien wie John Lennon – ein Leben von Albert Goldmann oder John von Lennons erster Ehefrau Cynthia Lennon zeigen auch die Schattenseiten des Künstlers. Goldmann räumt gleich im ersten Kapitel „Morgensniff“ mit dem Glauben auf, die Lennons hätten Ende der 1970er Jahre ein harmonisches Familienleben zu dritt geführt. Goldmann beschrieb Lennon als abgemagerten, egozentrischen und drogenabhängigen Einsiedler und Nervenbündel. Yoko Ono führte inzwischen die lukrativen Geschäfte der Familie. Die Zeit in Hamburg beschrieb Goldmann so:

    „In Hamburg soff er wochenlang, ohne je nüchtern zu werden. Er lernte, alles Lebensnotwendige im betrunkenen Zustand hinzukriegen: essen, vögeln, die Saiten seiner Gitarre wechseln.“

    Goldmann selbst erntete heftige Kritik für seine Biografie. Er arbeite zwar akribisch (Auswertung von über 1200 Gesprächen und Interviews), werte aber zu sehr und neige zur Übertreibung.

    Cynthia Lennon schreibt in ihrer Autobiografie John:

    „Wenn ich als Teenager gewusst hätte, wohin das führen würde, […] dann hätte ich kehrtgemacht und wäre davongelaufen.“

    Sie beschreibt, wie sehr Lennon den gemeinsamen Sohn Julian vernachlässigte, sie berichtet von seinen Ausfällen, seinem exzessiven Drogenkonsum und seiner kränkenden Untreue.

    Auszeichnungen

    • Sechs Grammys mit den Beatles
    • 1965 Order of the British Empire in der Stufe MBE
    • 1982 Grammy für Double Fantasy als Album des Jahres

    Eponyme

    Der am 12. Januar 1983 entdeckte Asteroid (4147) Lennon wurde 1990 nach ihm benannt.

    Diskografie

    Die folgende Auflistung behandelt lediglich die LP/CD-Veröffentlichungen von John Lennon, umfassendere Aufstellungen befinden sich unter John Lennon/Diskografie.

    Für Veröffentlichungen mit den Beatles: siehe The Beatles/Diskografie

    Studioalben

    Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
    Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
    1968 Unfinished Music No.1: Two Virgins 124
    (8 Wo.)
    (mit Yoko Ono)
    Erstveröffentlichung: 29. November 1968
    1969 Unfinished Music No. 2: Life with the Lions 174
    (8 Wo.)
    (mit Yoko Ono)
    Erstveröffentlichung: 9. Mai 1969
    Wedding Album 178
    (3 Wo.)
    (mit Yoko Ono)
    Erstveröffentlichung: 7. November 1969
    1970 John Lennon/Plastic Ono Band 39
    (4 Wo.)
    8
    (11 Wo.)
    6
    (33 Wo.)
    (mit der Plastic Ono Band)
    Erstveröffentlichung: 11. Dezember 1970
    1971 Imagine 10
    (53 Wo.)
    1
    (102 Wo.)
    1
    (45 Wo.)
    (mit der Plastic Ono Band)
    Erstveröffentlichung: 9. September 1971
    1972 Some Time in New York City 11
    (6 Wo.)
    48
    (17 Wo.)
    (mit Yoko Ono, der Plastic Ono Band und )
    Erstveröffentlichung: 12. Juni 1972
    1973 Mind Games 13
    (12 Wo.)
    9
    (31 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 16. November 1973
    1974 Walls and Bridges 41
    (8 Wo.)
    6
    (10 Wo.)
    1
    (35 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 4. Oktober 1974
    1975 Rock ’n’ Roll 37
    (24 Wo.)
    6
    (28 Wo.)
    6
    (15 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 21. Februar 1975
    1980 Double Fantasy 2
    (44 Wo.)
    1
    (30 Wo.)
    1
    (36 Wo.)
    1
    (74 Wo.)
    (mit Yoko Ono)
    Erstveröffentlichung: 17. November 1980
    1984 Milk and Honey 20
    (7 Wo.)
    12
    (4 Wo.)
    15
    (4 Wo.)
    3
    (13 Wo.)
    11
    (19 Wo.)
    (mit Yoko Ono)
    Erstveröffentlichung (posthum): 27. Januar 1984

    Chartplatzierungen solo

    Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
    Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
    1969 Give Peace a Chance 4
    (29 Wo.)
    2
    (16 Wo.)
    4
    (10 Wo.)
    2
    (18 Wo.)
    14
    (9 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 4. Juli 1969
    (als Plastic Ono Band)
    Cold Turkey 14
    (8 Wo.)
    30
    (12 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 20. Oktober 1969
    (als Plastic Ono Band)
    1970 Instant Karma! 7
    (26 Wo.)
    4
    (8 Wo.)
    9
    (6 Wo.)
    5
    (9 Wo.)
    3
    (13 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 6. Februar 1970
    1971 Mother
    John Lennon/Plastic Ono Band
    26
    (10 Wo.)
    9
    (8 Wo.)
    3
    (11 Wo.)
    43
    (6 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 28. Dezember 1970
    Power to the People 7
    (15 Wo.)
    11
    (4 Wo.)
    5
    (6 Wo.)
    7
    (9 Wo.)
    11
    (9 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 5. März 1971
    (mit der Plastic Ono Band)
    Imagine
    Imagine
    7*
    (37 Wo.)
    4*
    (18 Wo.)
    2*
    (26 Wo.)
    1*
    (40 Wo.)
    3
    (9 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 11. Oktober 1971
    unter anderem 1975, 1980 und 1999 wiederveröffentlicht
    1972 Woman Is the Nigger of the World
    Some Time in New York City
    57
    (5 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 12. Mai 1972
    (mit der Plastic Ono Band)
    Happy Xmas (War Is Over) 45
    (… Wo.)
    54*
    (… Wo.)
    57*
    (2 Wo.)
    2*
    (33 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 24. November 1972
    (John & Yoko mit der Plastic Ono Band & dem )
    an Weihnachten regelmäßig in diversen Charts vertreten
    1973 Mind Games
    Mind Games
    37
    (3 Wo.)
    26
    (9 Wo.)
    18
    (13 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 31. Oktober 1973
    1974 Whatever Gets You thru the Night
    Walls and Bridges
    42
    (2 Wo.)
    36
    (4 Wo.)
    1
    (15 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 16. September 1974
    (mit der Plastic Ono Band)
    #9 Dream
    Walls and Bridges
    23
    (8 Wo.)
    9
    (12 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 16. Dezember 1974
    1975 Stand By Me
    Rock 'n' Roll
    22
    (12 Wo.)
    19
    (4 Wo.)
    30
    (7 Wo.)
    20
    (9 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 10. März 1975
    Ya Ya
    Rock 'n' Roll
    47
    (2 Wo.)
    Erstveröffentlichung: Juli 1975
    1980 (Just Like) Starting Over
    Double Fantasy
    4
    (24 Wo.)
    1
    (20 Wo.)
    1
    (13 Wo.)
    1
    (15 Wo.)
    1
    (22 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 24. Oktober 1980
    1981 Woman
    Double Fantasy
    4
    (28 Wo.)
    3
    (16 Wo.)
    2
    (9 Wo.)
    1
    (11 Wo.)
    2
    (20 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 12. Januar 1981
    Watching the Wheels
    Double Fantasy
    46
    (8 Wo.)
    12
    (16 Wo.)
    30
    (6 Wo.)
    10
    (17 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 13. März 1981
    1982 Love
    John Lennon/Plastic Ono Band
    41
    (7 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 15. November 1982
    1984 Nobody Told Me
    Milk and Honey
    55
    (4 Wo.)
    6
    (6 Wo.)
    5
    (14 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 5. Januar 1984
    Borrowed Time
    Milk and Honey
    32
    (6 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 9. März 1984
    I’m Steppin’ Out
    Milk and Honey
    55
    (6 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 11. Mai 1984
    (mit Yoko Ono)
    1985 Jealous Guy
    Imagine
    45
    (7 Wo.)
    80
    (4 Wo.)
    Erstveröffentlichung: 18. November 1985
    in den USA erst 1988 veröffentlicht

    Filmografie

    Spiel- und Musikfilme

    • 1964: A Hard Day’s Night (deutsch: Yeah Yeah Yeah)
    • 1965: Help! (deutsch: Hi-Hi-Hilfe!)
    • 1967: How I Won the War (deutsch: Wie ich den Krieg gewann)
    • 1967: Magical Mystery Tour
    • 1968: Yellow Submarine (Lennon gesprochen von John Clive)
    • 1968: The Rolling Stones Rock and Roll Circus (Kurzauftritt als The Dirty Mac)
    • 1969: Keep on Rocking (Sweet Toronto)
    • 1970: Let It Be

    Filme von John Lennon und Yoko Ono

    • 1968: Film No. 5 (Smile) – Filmlänge: 50 Min.
    • 1968: Two Virgins – Filmlänge: 21 Min.
    • 1969: Film No. 6 (Rape) – Filmlänge: 77 Min.
    • 1969: Honeymoon – Filmlänge: rund 60 Min.
    • 1969: Give Peace a Chance – Promotionfilm
    • 1969: Self Portrait – Filmlänge: 15 Min.
    • 1969: Apotheosis – Filmlänge: 16 Min.
    • 1969: Cold Turkey – Promotionfilm
    • 1970: Up your Legs forever – Filmlänge: 75 Min.
    • 1970: Fly – Filmlänge: 50 Min.
    • 1971: Erection – Filmlänge: 19 Min.
    • 1971: Imagine – Filmlänge: 55 Min.
    • 1971: Clock – Filmlänge: 60 Min.
    • 1971: Freedom (1 & 2) – Filmlänge: jeweils 1 Min.

    Filme über John Lennon

    Literatur

    Von John Lennon

    • In seiner eigenen Schreibe, Original: In His Own Write, 1964, übersetzt von Helmut Kossodo und Wolf Dieter Rogosky. Kossodo Verlag in Genf 1965. John Lennon über sein Buch: „Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine (und P. G. und R’s) Platten Euch komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, daß diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe.“, nach Besprechung im Spiegel, mit Auszügen der deutschen Übersetzung.
    • Ein Spanier macht noch keinen Sommer, Original: A Spaniard in the Works, 1965.
    • Zwei Jungfrauen oder Wahnsinnig in Dänemark, Werke aus dem Nachlass, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Jörg Helbig (Originaltitel: Skywriting by word of mouth übersetzt von Alan Posener). Pendragon , Bielefeld 1993, ISBN 3-923306-89-X; 2. Auflage, Econ Taschenbuch, Düsseldorf 1996, ISBN 3-612-27250-0.
    • Jann S. Wenner: John Lennon und die Beatles – Das legendäre ‚Rolling Stone‘-Interview (Originaltitel: Lennon Remembers übersetzt von Ralf Brunkow). Hannibal, Höfen (Tirol) 2002, ISBN 3-85445-204-7.
    • Hunter Davies (Hrsg.): The John Lennon Letters: Erinnerungen in Briefen. Piper, München 2012, ISBN 978-3-492-05523-9.

    Über John Lennon

    • 1997: Albert Goldman: John Lennon. Ein Leben (Originaltitel: The Lives of John Lennon), Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1997, ISBN 3-499-13158-7.
    • 1980: Miles, Pearce, Marchbank: John Lennon – wie er sich selbst sah. übersetzt von Michael Kubiak. Bastei Lübbe, Omnibus Press 1980, ISBN 3-404-60055-X.
    • 1996: Barry Miles: John Lennon – In eigenen Worten. Übersetzt von Kathrin Razum. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-10-8.
    • 2000: Brian Roylance, Nicky Page: The Beatles Anthology (übersetzt von Giovanni Bandini). Ullstein, München 2000, ISBN 3-550-07132-9 (deutsch).
    • 2000: Ray Coleman: John W. Lennon. [Biografie] (übersetzt von Uschi Gnade und Kirsten Borchardt). Erweiterte und aktualisierte Ausgabe, Hannibal, St. Andrä-Wördern, NÖ 2000, ISBN 3-85445-168-7.
    • 2002: Frederic Seaman: John Lennon. Geborgte Zeit. Eine persönliche Erinnerung. Vgs, Köln 2002, ISBN 3-8025-2224-9.
    • 2003: James Henke: John Lennon. Die Legende (Originaltitel: Lennon Legend, übersetzt von Christian Kennerknecht), Goldmann, München 2003, ISBN 3-442-31063-6 (Buch und CD: In his own words, Originalton John Lennon).
    • 2003: Klaus Voormann: „Warum spielst Du ‚Imagine‘ nicht auf dem weißen Klavier, John?“ Erinnerungen an die Beatles und viele andere Freunde. Heyne, München 2003, ISBN 3-453-87313-0.
    • 2005: Cynthia Lennon: John. John Lennon Biografie (übersetzt von Christian Kennerknecht und Andrea Ott), Goldmann Taschenbuch 15406, München 2005, ISBN 3-442-15406-5.
    • 2006:  Rolf Berger: Die Kompositionsstile von John Lennon und Paul McCartney. Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung von „Strawberry Fields Forever“ und "Penny Lane.". Osnabrück 2006, ISBN 3-923486-81-2.
    • 2008: Joachim Behl: Washington, wir haben ein Problem: Lennon (John Lennon Biografie). NWM CW Nordwedwest Media, Grevesmühlen 2008, ISBN 978-3-937431-54-3.
    • 2008: Philip Norman: John Lennon. Biografie (übersetzt von Reinhard Kreissl), Droemer, München 2008, ISBN 978-3-426-27352-4.
    • 2010: Nicola Bardola: John Lennon – Wendepunkte. Biografie. Römerhof, Zürich 2010, ISBN 978-3-905894-07-3.
    • 2010: Thomas Göthel: John Lennon. Musikgenie und Nowhere Man. Bucher, München 2010, ISBN 978-3-7658-1826-4. (= Bucher Bildbiographie).
    • 2015: James A. Mitchell: Das Walross und die Elefanten: John Lennons revolutionäre Jahre (Originaltitel: The Walrus & the Elephants, übersetzt von Ronald Gutberlet), Edition Nautilus, Hamburg 2015, ISBN 978-3-89401-816-0.

    Weblinks

    • Offizielle Website
    • Literatur von und über John Lennon im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
    • John Lennon in der Internet Movie Database (englisch)
    • Deutschsprachige News-Website zu John Lennon & Yoko Ono
    • Erster deutschsprachiger Führer durch das Werk der Ex-Beatles

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